S&P: Ein Anker gegen Öl bei 111 Dollar
Brent über 111 Dollar, die zehnjährige US-Rendite über 4,60 Prozent, ein fester Dollar. Die Woche beginnt mit einem klaren Belastungstest für US-Aktien. Eine Frage entscheidet den Wochenstart.
Hält die S&P-Struktur dem Öl- und Renditedruck stand — oder zieht der Stress jetzt nach?
Unsere Einschätzung: Der Markt hält bislang. Aber die Stärke baut sich nicht mehr auf, sie nutzt sich ab.
S&P 500 — Aufwärtstrend wahrscheinlich.
Wir halten eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung für wahrscheinlich.
Der S&P-Future steht bei 7.389 und damit rund 7,2 Prozent über der langfristigen Zone bei 6.891. Der zentrale Trendfilter läuft grün bei 7.246. Was die Charts dazu sagen: Vier der fünf wichtigen Aufwärts-Kriterien sind erfüllt, keines der Abwärts-Kriterien. Das ist die mit Abstand sauberste Struktur der vier Märkte. Der Kompressionsindikator zeigt aber ein positives Histogramm bei 158, das weiter fällt — der Markt steht hoch, ohne neuen Schub.
Im Makro-Bild steht der S&P zwischen zwei Kräften. Für ihn spricht das Gewinnbild: FactSet hält für das erste Quartal ein Wachstum von 27,7 Prozent fest, deutlich über dem langjährigen Schnitt. Gegen ihn stehen Brent über 111 Dollar, eine zehnjährige Rendite über 4,60 Prozent und ein fester Dollar — alle drei belasten hohe Bewertungen. Bislang gewinnt der Chart diesen Konflikt, aber nicht mehr mit zunehmender Kraft.
Die Schwelle, an der unsere Einschätzung kippen würde, liegt bei einem Tagesschluss unter 7.246 — dort dreht der zentrale Trendfilter, und das Bild würde sich zu „Trendlage unklar“ verschieben. Solange der Schlusskurs darüber notiert, bleibt der S&P der klare Strukturanker dieser Woche.
Drei weitere Märkte, vollständige Einordnung und der Leitgedanke des Tages: in MindYourTrendsPlus.
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