Zwei Märkte tragen – während die japanische Renditelage kippt
Die US-Iran-Gespräche stecken fest, Brent bleibt um 105 USD, der Dollar steht knapp unter 98. Die ruhigen Risikomesser – Volatilitätsindex, Risikoaufschläge – bleiben unbeeindruckt. Aber unter der Oberfläche verändert sich etwas: Japanische Anleihen rentieren so hoch wie zuletzt 1997. Und der Nikkei hält trotzdem oben.
Was sagt ein Tag, an dem die Anleiherenditen Japans ein 29-Jahres-Hoch erreichen – und der Aktienmarkt dort trotzdem trägt?
Nach unserer Lesart: Er sagt, dass die japanische Stärke aus einer eigenen Substanz kommt, nicht aus dem Renditeumfeld. Wir sehen heute zwei Märkte mit klar wahrscheinlicher Aufwärtsbewegung – S&P und Nikkei – und zwei uneinheitliche Lagen. Bitcoin und der DAX neigen nach unten, aber sind nominell noch nicht gekippt.
Nikkei 225. Aufwärtstrend wahrscheinlich.
Nach unserer Lesart bleibt für den Nikkei eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung der wahrscheinlichere Pfad. Der japanische Markt hält oben – während die strukturelle Renditelage unter ihm sich neu sortiert.
Der Punkt des Tages: Eine zehnjährige Anleiherendite auf einem 29-Jahres-Hoch ist keine Tagesnachricht. Sie ist eine Vermögenslage-Frage. Dass der Nikkei das gerade aushält, ist nicht selbstverständlich – und genau diese Differenz lohnt einen genaueren Blick.
In MindYourTrendsPlus heute: warum der S&P seine Resilienzlage einen weiteren Tag bestätigt, warum Bitcoin trotz Momentumverbesserung schwächer einzuordnen ist als die Bewegung suggeriert, was der negative Momentum-Indikator beim DAX wirklich bedeutet – und welche Schwellen über die Woche entscheiden.
Die vollständige Einordnung aller vier Märkte in MindYourTrendsPlus. Less noise. Better decisions.
Unsere Aufgabe: die Lage so klar einzuordnen, dass du eigene Entscheidungen auf besserer Grundlage treffen kannst. Nicht mehr. Und nicht weniger.